Dienstag, 31. März 2015

Rezension Nr. 7


   Auslöschung von Jeff Vandermeer

                             Auslöschung

                                  -Inhalt-

Auslöschung ist der erste Band der Southern Reach Trilogie. In diesem Buch geht es um ein unerforschtes Gebiet, welches Area X genannt wird. Seit ein Ereignis dieses Gebiet vor über 30 Jahren erschütterte, ist es von einer unsichtbaren Grenze umgeben. Keiner kann genau sagen was in Area X geschieht. Es gibt nur Gerüchte und Spekulationen, von einer sich veränderten und bedrohlichen Natur. Eine geheime Organisation, welche sich Southern Reach nennt, hat den Auftrag herauszufinden, was hinter der Grenze geschieht. Elf Expeditionen sind bereits kläglich gescheitert, nun werden in der zwölften Expedition, vier Frauen losgeschickt, Area X zu erkunden. Das Frauenteam besteht aus einer Psychologin, einer Anthropologin, einer Landvermesserin und einer Biologin. In diesem Band, lesen wir den Bericht der Biologin.

                       -Meine Meinung-

Von der ersten Seite, hatte mich die Geschichte in ihren Bann hineingesogen. Ich hatte das Gefühl, das fünfte Mitglied der zwölften Expedition zu sein und flog nur so über die Seiten. Obwohl der Schreibstil etwas ungewöhnlich war, konnte ich auf Grund der Spannung das Buch nicht mehr aus der Hand legen. An einigen Stellen habe ich das Atmen vergessen und hätte beinah ins Buch gebissen. Da es ein Bericht der Biologin war, hat man recht wenig über die anderen drei Frauen erfahren. Allerdings, fand ich die Biologin absolut authentisch und sie konnte mich mit ihren Handlungen und Verhaltensweisen absolut überzeugen. Ich konnte mir all ihre Darstellungen bildlich vorstellen und bewunderte ihren Mut und ihre Tapferkeit. Keine Seite fand ich zu viel und nun warte ich gespannt auf den nächsten Band. Für mich war dieses Buch "Fantasy as its best". 

                                    -Fazit-

Wer auf spannende Berichterstattungen und fantastische Szenarien steht, wird sich genauso wie ich für diese Reihe begeistern können. Dieser Reihe wird definitiv zu wenig Beachtung geschenkt.  Mein Daumen geht nach oben.  Absolute Leseempfehlung!

                                5+/5 Punkte von mir

Rezension Nr. 6

        Zum Meer  von Kathrin Groß-Striffler
                       
                                 Zum Meer

                                    -Inhalt-

In diesem Buch geht es um die 20 jährige Saskia, die mit ihrer kleinen Tochter Alleinerziehend in einer WG lebt. der drogensüchtige Vater des Kindes lebt in Brasilien und weiß nichts von seiner Tochter. Saskia hat selbst keine gute Kindheit gehabt, hat die Schule abgebrochen und braucht ihren täglichen Joint zum einschlafen. Oft fühlt sie sich überfordert, mit der Versorgung der kleinen Mia. Sie ist sehr realitätsfremd und träumt davon nach Brasilien zurückzukehren, zu ihren damaligen Freund Rafael. Eines Tages als ihr mal wieder alles über den Kopf wächst, lässt sie ihre Tochter in der WG zurück und macht sich auf den Weg zur Ostsee.

                                            -Meine Meinung-

Der Schreibstil ist sehr direkt und hat mir sehr gut gefallen. Es wird nichts ausgeschmückt oder schöngeredet. Die Autorin hat es geschafft mich total aufzuwühlen.Diese Geschichte hat mich wütend und traurig gemacht. Die Protagonistin Saskia ist selbst so eine bedürftige junge Frau, die gar nicht in der Lage ist sich um ein Kind zu kümmern. Sie ist innerlich sehr labil und hat große Gefühlsschwankungen. Sie ist sehr mit sich beschäftigt, für ihre Tochter Mia ist kein Raum bzw. keine Kraft. Während dem lesen, wollte ich sie oft wachrütteln und ihr sagen: bring doch mal dein Leben auf die Reihe, mach eine Therapie, hol dir Hilfe beim Jugendamt o.ä. Oft musste ich das Buch weglegen und mich anderweitig beschäftigen, so sehr hat mich das Buch mitgenommen. Der Schreibstil ist sehr besonders. Saskia erzählt ihre Geschichte, sehr detailliert aber völlig gefühlskalt. Ihre Gedankengänge sind teilweise echt krank und nicht nachvollziehbar, dennoch glaubwürdig. Im kompletten Buch fehlt die wörtliche Rede. Doch es passt absolut zur Geschichte, wie auch das Cover.


                                       -Fazit-

Ein sehr gut geschriebenes Buch um ein sehr brisantes Thema. Ich ziehe einen Stern ab, weil ich es mit einem völligen Gefühlschaos beendet hab und ich mir anderes Ende gewünscht hätte. Aber es ist auf alle Fälle empfehlenswert für alle, die sich gerne auch mit ernsten Themen in Büchern beschäftigen.

                                 4/5 Punkte von mir

Rezension Nr. 5


Heart.Beat.Love. von James Patterson


                                           Heart. Beat. Love.


                                                    -Inhalt-

Axi ist ein braves Mädchen. Sie kümmert sich um ihren alkoholkranken Vater und ist einen sehr gute Schülerin. Sie ist sehr ehrgeizig und macht keinen Blödsinn. Doch eines Tages beschließt sie aus ihrem Alltag auszubrechen und plant eine Reise quer durch die USA. Ihr bester Freund Robinson, soll sie dabei begleiten. Doch der hat seinen eigenen Kopf und so klaut er eine Harley mit der sie ihren Weg beginnen. Die beiden erleben das Abenteuer ihres Lebens und verlieben sich auch ineinander. Doch irgendwann holt sie das Schicksal ein. Denn vor dem Schicksal kann man nicht davonlaufen.

                                           -Meine Meinung-

 Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen. Sie fing so leicht und unbeschwert an und wurde mit der Zeit immer ernster und traurig. Da ich einige Parallelen zu einem anderen Buch entdeckte und mir irgendwann klar war wie's endet, musste ich einen Stern abziehen. Dennoch habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen. Die beiden Hauptcharaktere waren toll und sehr authentisch. Ich hatte während dem Lesen das Gefühl, als würde ich zu den Beiden dazugehören und würde sie auf diesem Roadtrip begleiten. Auch die Liebesgeschichte der beiden, ging mir sehr ans Herz und ich fand sie auch sehr echt und gar nicht kitschig. Es gab eine Wendung in der Geschichte, die mich sehr überrascht hat, da ich damit so gar nicht gerechnet hatte. Ich konnte richtig mitfühlen und das Buch hallte  noch länger nach. Toll fand ich auch die vielen Fotos, mit denen das ganze Buch gespickt ist. Das mach die Geschichte noch realer.

                                               -Fazit-

Fazit: Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und kann es jedem empfehlen, der das Abenteuer liebt und Lust auf ein Roadtrip mit Gefühlschaos hat.

                         4/5 Punkten von mir

Sonntag, 29. März 2015

Rezension Nr. 4



Die Worte der weissen Königin von Antonia Michaelis 
                                                       
                                          Die Worte der weißen Königin

                                                        -Inhalt-

Das Buch erzählt die Geschichte des 11-jährigen Lion, der zwar einen Namen wie ein Löwe hat, aber viel lieber ein Seeadler wäre.
Lion lebt zusammen mit seinem Vater in Usodom in ärmlichen Verhältnissen. Seine Mutter ist weggegangen als der Junge noch sehr klein war. Sein Vater arbeitet als Hilfsarbeiter, doch das Geld ist immer knapp. Durch die Schwarzjagd, verdient der Vater noch etwas dazu. Die ersten Jahre hat Linus eine schöne Kindheit. Das Verhältnis zu seinem Vater ist gut. Die beiden verbringen viel Zeit miteinander auf der Jagd. Dabei beobachtet Linus die Seeadler. Diese Tiere faszinieren ihn sehr. Samstags geht Linus in die Dorfkirche. Dort liest eine ältere Dame den Kindern Geschichten vor. Für Linus ist diese Dame die weisse Königin und er liebt ihre Geschichten, die Worte klingen in seinen Ohren wie Musik. Er liebt diese Nachmitage genauso wie die Seeadler. Als Linus in die Schule kommt, verliert sein Vater seine Arbeit und greift in seiner Verzweiflung immer öfter zum Alkohol. Das Geld wird immer knapper und der Vater wird immer aggressiver. Unter Alkoholeinfluss schlägt er Linus, der zu seinem Sündenbock wird immer häufiger und brutaler. Linus stellt sich dann vor, dass ein schwarzer König in den Körper seines Vaters schlüpft und sein Vater keine Macht mehr über seinem Körper hat. In dieser Zeit verreist auch die weisse Königin und die Samstagsgeschichten, die Linus so sehr liebte hörten auf. Als einziger Halt bleibt dem Jungen ein junger Seeadler, welchen er täglich mit seinem Pausenbrot füttert und welcher immer zahmer wird. Die familiäre Situation wird immer unerträglicher. Als der schwarze König Linus misshandelt im Keller einsperrt, schlägt der Junge die Scheibe ein und beschließt zu seinem Seeadler Rakikikri in den Wald zu ziehen. Auch will er die weisse Königin finden, deren Worte  er so sehr vermisst. 

                                             -Meine Meinung-

Diese Geschichte hat mich wie alle Geschichten von Antonia Michaelis sehr bewegt. Es geht hier um Überforderung,  Kindesmisshandlung, Vernachlässigung aber auch um Liebe, Vergebung und um einen Neuanfang. Mich hat es sehr fasziniert, wie der kleine Lion eine Phantasiewelt um sich herum aufbaut, um sein schweres Schicksal besser ertragen und Lösungsstrategien entwickeln zu können. Es hat mich stark berührt, wie unfair das Leben manchmal sein kann. Auf der anderen Seite würde ich durch diese Geschichte sehr nachdenklich über mein eigenes Leben und sehr dankbar für meine schöne Kindheit. 
Der Schreibstil von Antonia Michaelis ist sehr besonders. Voller Melancholie und sehr Märchenhaft, geht sie mit schwierigen Themen um und schaffte es mit diesem Buch wiedermal mich auf das Wesentliche im Leben aufmerksam zu machen. Ich liebe es wenn in ihren Geschichten die Realität und die Fantasie ineinander übergehen und ich dadurch viel Räum für meine eigenen Gedanken und Schlussfolgerungen habe.

                                                                        -Fazit-

Ein schweres Kinderschicksal verpackt in eine märchenartige Erzählung mit ganz viel Gefühl, macht diese Geschichte nachdenklich, traurig, wütend aber auch dankbar und hoffnungsvoll. Ich liebe dieses Buch!


                                               5/5 Punkte von mir


Dienstag, 24. März 2015

Rezension Nr. 2


        Die Bücherdiebin von Markus Zusak


                             Die Bücherdiebin

                                     - Inhalt -

In diesen Buch erzählt der Tod die Geschichte von einem 10-jährigen Mädchen namens Liesel, welches zur Zeit des Nationalsozialismus mit ihren kleinen Bruder zur Pflegeeltern fährt. Die Mutter ist Kommunistin und kann ihre beiden Kinder nicht bei sich behalten. So machen sie sich auf den Weg nach Dachau wo die Kinder übergeben werden sollen. Leider überlebt der Bruder diese Reise nicht. Er stirbt noch im Zug und wird neben den Gleisen beerdigt. Bei der Beerdigung, fällt einem Totengräber ein Buch aus der Tasche. Liesel hebt es auf und steckt es ein. Als sie bei den Pflegeeltern eintrifft, versteckt sie ihr Buch, das ihr größter Schatz und die einzige Verbindung zu ihrer richtigen Familie ist.  Das Mädchen entwickelt eine Liebe zu Büchern, doch ist es nicht immer leicht während des Krieges und ohne finanzielle Mittel an Bücher zu kommen.

                                        -Meine Meinung-

Dieses Buch hat mich total gefesselt. Die Protagonisten sind sehr authentisch dargestellt, und ich hab sie alle ins Herz geschlossen. Besonders Liesel und Hans haben mich begeistert. Aber auch Rudi und Fr. Habermann fand ich so authentisch und sehe sie als starke und tolle Persönlichkeiten an. Die Geschichte strahlt auch eine ganz besondere Wärme in der düsteren, kalten Zeit in der es handelt. Es hat mich absolut bewegt, wie herzlich Menschen noch sein können, obwohl es ihnen selber nicht gut geht. Der Schreibstil ist sehr lebendig und ausschmückend, so dass ich sehr tief in die Geschichte eingetaucht bin. Das Buch beinhaltet viele schöne Sätze, die ich mich aufgeschrieben habe, damit ich sie nicht vergesse. Die Bücherdiebin ist ein sehr ruhiges, tiefgründiges Buch, welches zum nachdenken anregt und mich noch lange beschäftigt hat. Man erfährt auch so einiges über diese schwierige Zeit des zweiten Weltkriegs. Beim lesen habe ich gelacht, geweint, gehofft und getrauert, war ergriffen, erleichtert und oft musste ich schmunzeln. Gerade dass der Tod der Erzähler dieser Geschichte ist macht sie ganz besonders.

                                                   - Fazit -

Absolute Leseempfehlung!

                                       5+/5 Sternen von mir


Rezension Nr.3

                                             

       Changers - Drew   von T Cooper und Allison Glock

                                         Changers - Drew


                               - Inhalt -

Die Geschichte beginnt als der 14 Jährige Ethan an dem Morgen seines ersten Highschooltages in einem anderen Körper aufwacht. In dem Körper eines Mädchens. Seine Eltern erzählen ihm, dass er ein sogenannter Changer ist, der sich während der gesamten Highschoolzeit 4 Mal in einen anderen Jugendlichen verwandeln wird, bis er sich letztendlich für eine Identität entscheiden muss.

                                       - Meine Meinung -

Der Inhalt hört sich schon mal vielversprechend an und ich hab mich von Anfang bis Ende gut unterhalten gefühlt. Der Schreibstil ist sehr einfach zu lesen und bedient sich der Jugendsprache. Auf der einen Seite erzählt das Buch die Geschichte der Jugendlichen in der Highschool, die mitten in der Pubertät stecken und mit der Selbstfindung und dem Alltag kämpfen. Auf der anderen Seite ist aber noch die Geschichte mit dem Verwandlungen und ihnen Hintergründen. Dieser Mix hat mir gut gefallen und macht das Buch zu einem kurzweiligen Lesevergnügen, auch wenn einiges sehr überspitzt beschrieben wurde. Was ich schade fand war, dass mich die Geschichte nicht überraschen konnte. Ich fand alles sehr vorhersehbar und ich war dadurch am Ende etwas enttäuscht. Eine unerwartete Wendung, die mich umhaut blieb leider aus. Den Charakter Drew mochte ich allerdings sehr und ich konnte ihr nachempfinden und auch ihr Verhalten nachvollziehen. Auf alle Fälle werde ich die Folgebände lesen und freue mich auch schon drauf.

                                     - Fazit-

Wer eine kurzweilige, peppige und verrückte Geschichte sucht, die allerdings wenig Tiefgang hat, aber dennoch sehr unterhaltsam ist, sollte sich Changers - Drew auf alle Fälle vornehmen.


                                         3/5 Punkte von mir

Montag, 23. März 2015

Rezension Nr. 1

                 Der Märchenerzähler von Antonia Michaelis

                                                Der Märchenerzähler
                              
                                            Inhalt  -

Anna, ein Mädchen aus einer wohlbehüteten Familie lernt in der Schule den Jungen Abel kennen. Abel ist ein Schulschwänzer und Drogendealer, ein absoluter Alleingänger. Doch Anna erkennt auch eine andere Seite an ihm und verliebt sich. Es stellt sich raus, dass Abel allein für seine kleine Schwester Micha sorgt da die Mutter verschwunden ist. Er ist ein sehr fürsorglicher Bruder, der sich aufopfernd um  Micha kümmert. Leidenschaftlich erzählt Abel der kleinen Schwester Märchen, die auch Anna sehr in ihren Bann ziehen. Doch irgendwann vermischen sich die Märchen mit der Realität und als ein Mord aufgedeckt wird, weiß Anna nicht mehr was sie denken soll.

                                               - Meine Meinung -

Diese Geschichte ist so ergreifend und besonders, dass ich, nachdem ich sie fertig gelesen habe, nicht weiß was ich denken und fühlen soll. Ich befinde mich in einem seltsamen Zustand aus Trauer, Freude, Wut und Hoffnung. Ich bin mir ganz sicher, dass mich Abels Märchen noch lange beschäftigen und begleiten werden.
Antonia Michaelis entführt die Leser in eine düstere Welt mit ganz viel Gefühlschaos. Der Schreibstil ist ganz besonders und sehr direkt. Jedes Wort hab ich der Schriftstellerin abgekauft. Die Charaktere fand ich absolut authentisch und wollte während dem Lesen, sowohl Anna als auch Abel in den Arm nehmen und einfach nur drücken ohne genau zu wissen ob ich Trost spenden wollte oder selbst getröstet werden wollte. Stellenweise war ich total aufgewühlt, hab das Buch auf die Seite gelegt und geweint.
Für diese Geschichte sollte man sich Zeit nehmen. Es ist kein Buch für schnell zwischendurch, da es sehr tiefgründig ist. Man sollte jedes Wort genau lesen, vor allem die Passagen in denen das Märchen erzählt wird.


                                                        - Fazit -

Dies war mein erstes Buch von der Autorin und ich war restlos begeistert über diesen wahnsinnig lebendigen Schreibstil, der obwohl sehr in die Tiefe gehend, trotzdem sehr gut verständlich ist. Auch das Cover gefällt mir sehr und ist total passend zur Geschichte.


                                         5+/5 Punkten von mir